Der Caspar-Mohr-Raum im Museum Kloster Schussenried

Natur, Wissenschaft und Technik

Die vier Elemente

Im Bibliothekssaal gibt es an der Decke der ersten Galerie besondere Malereien zu entdecken: Dargestellt sind die vier Elemente, acht Techniken und vier Hilfsmittel für die wissenschaftliche Arbeit – eine besondere Sicht auf die wissenschaftliche Welt des 18. Jahrhunderts.

Die Erde, dargestellt als Globus, in einem Gemälde in der Galerie im Bibliothekssaal von Kloster Schussenried

Der Globus als Abbild der Erde.

Der Mensch erforscht die Erde

An der Ostseite der Galeriedecke des Bibliothekssaals präsentiert sich die Erde nicht als Element, sondern bereits als Globus, der damals zu den neuesten Medien der Wissenschaft zählte. Die Klöster gehörten zu den Wegbereitern der Wissenschaften.

Allegorie des Elements Wasser in einem Gemälde in der Galerie des Bibliothekssaals von Kloster Schussenried

Für Leben und Wissenschaft wichtig – das Wasser.

Das Wasser als treibende Kraft

An der Westseite der Galeriedecke ist das Element Wasser zwar gemeint, aber als solches kaum dargestellt. Gezeigt werden vielmehr die technischen Geräte wie Mühlen oder Pumpen, die die Menschen mit Hilfe des Wassers betreiben: Schöpfrad und Flaschenzug ermöglichen es, Wasser in ferne Bauten zu leiten.

Allegorie des Elements Feuer in einem Gemälde in der Galerie des Bibliothekssaal von Kloster Schussenried

Feuer: eine der ersten Entdeckungen der Menschheit.

Feuer, Sonne und Licht

An der Südseite der Galeriedecke wird das Element Feuer in seinem praktischen Nutzen gezeigt: Drei Männer sind damit beschäftigt, einen großen Hohlspiegel zurechtzurücken, damit die Sonnenstrahlen das Holz in Brand setzen. Ein Prisma zur Zerlegung des Lichts in Spektralfarben und eine Camera obscura verweisen auf Forschungen zur Optik.

Allegorie des Elements Luft in einem Gemälde in der Galerie des Bibliothekssaal von Kloster Schussenried

Luft ist das einzige nicht sichtbare Element.

Luft als wichtige Energiequelle

Bei der Darstellung der Luft auf der Nordseite der Galeriedecke wird der Meeresgott Neptun mit Dreizack gezeigt: Er soll die technische Errungenschaft einer Hochseetakelage vorführen, mit der die Menschheit das wilde Element Luft bändigt und sich zu Nutzen macht.

Sie können die originalen Malereien im Bibliothekssaal besichtigen. Darüber hinaus bietet Ihnen der Pater-Mohr-Raum eine bequeme Übersicht der Malereien, ergänzt durch kurzweilige Informationen zu den Elementen und Wissenschaften früher und heute.

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