Besucher im Museum Kloster Schussenried

„Verborgene Pracht – vom Leben hinter Klostermauern“

Das Museum Kloster Schussenried

Wie funktionierte ein Kloster? Wie lebte es sich hier? Wer plante eigentlich die großen Gebäude? Viele Fragen beantwortet das Museum Kloster Schussenried im barocken Konventbau. Die Ausstellung ist erlebnisorientiert und atmosphärisch dicht, sodass die Vergangenheit lebendig wird.

Blick in das Museum Kloster Schussenried, Themenbereich „Die moderne Nutzung“, Foto: Landesmuseum Württemberg

Der Themenbereich „Die moderne Nutzung“.

Der Blick auf das Kloster

Der erste Ausstellungsteil stellt am Beispiel Schussenried Klöster als geistliche Einrichtungen und weltliche Herrschaften vor. Denn sie waren nicht nur Orte des Gebets, sondern auch politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentren. Die wechselseitigen Beziehungen zwischen Kloster und Untertanen, ihre Rechte und Pflichten, die Einkünfte und Abgaben werden ebenso beleuchtet wie Wirtschaft und Verwaltung.

Blick in das Museum Kloster Schussenried, Raum des Themenbereichs „Klöster als geistliche Einrichtungen und weltliche Herrschaften“, Foto: Landesmuseum Württemberg

Raum des Themenbereichs „Klöster“.

Klostermodelle als Objekte der Forschung

Die Modelle der Architekten Dominikus Zimmermann und Jakob Emele zeigen idealtypisch, dass es im Kloster mehrere Bereiche gab: die repräsentativen Empfangsräume und das Appartement des Abtes, die Räume des Konvents, ausgerichtet auf Andacht und Abgeschiedenheit, und dazu der eher weltliche Bereich der Wirtschaftsgebäude. Die bewegte Baugeschichte von Kloster Schussenried ist in einer interaktiven Video-Animation anschaulich nachvollziehbar.

Prozessionsmadonna, Exponat im Museum Kloster Schussenried, Themenbereich „Marienverehrung“, Foto: Landesmuseum Württemberg

Exponat aus dem Museum: die Prozessionsmadonna.

Wallfahrt und Marienverehrung

Der zweite Ausstellungsteil widmet sich drei Aspekten klösterlichen Lebens: Wallfahrt und Marienverehrung prägen das Leben von Klerus und Volk gleichermaßen. Sie werden am Beispiel des Marienkultes und der Wallfahrt nach Steinhausen demonstriert, dessen Kirche ja von Schussenried errichtet wurde. Für den dritten Aspekt, die starke Volksfrömmigkeit, steht eine anrührende Darstellung des Marientodes.

Erdglobus aus der Zisterzienser-Reichsabtei Salem, Exponat im Museum Kloster Schussenried, Themenbereich „Studierstube“, Foto: Landesmuseum Württemberg

Ein Blick auf die Welt Ende des 18. Jahrhunderts.

Studierstube im Kloster

Eine Studierstube gibt den Blick frei auf Bildung und Wissenschaft im Kloster, denn gerade dort wurden im Barock rege Studien in den Naturwissenschaften betrieben. Für Studienzwecke legten Klöster Lehrsammlungen von Naturalien, Mineralien und wissenschaftlichen Instrumenten an. Davon zeugen die beiden prachtvollen Globen aus Kloster Salem.

Besucher im Museum Kloster Schussenried
Besucher im Museum Kloster Schussenried

Anfassen erlaubt: Im Klostermuseum können Kinder „greifbare“ Erfahrungen machen.

Höhepunkt des Rundgangs ist der Besuch des Bibliothekssaales: Nutzen Sie den Audioguide, erhältlich an der Kasse, mit dem Sie die Bibliothek im Detail erforschen können.

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