Himmlisch Barock, herrlich kulturell

Kloster Schussenried

KIRCHENPATRON UND HELFER IN DER NOT

DER MAGNUSSTAB

Der heilige Magnus ist der Kirchenpatron des Klosters Schussenried. Die bedeutendste Reliquie des Klosters ist der Teil eines Stabes, der dem heiligen Magnus zugeschrieben wird. Der Magnusstab wird bei Bittprozessionen gegen Feldschäden über die Felder getragen.

Ausschnitt der Reliquie am Magnusstab, heute im Museum Kloster Schussenried; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Schussenried, Dr. Ulrich Knapp

Ein kleiner Stab mit großer Bedeutung.

RELIQUIE ODER RELIQUIAR?

Es soll sich um einen kleinen Teil des Stabes handeln, mit dem der Heilige – laut Legende – das Ungeziefer vertrieben hat. Er war daher als Reliquie, lateinisch für „Überbleibsel“, von großer Bedeutung für das Kloster. Dieser Teil des Stabes wurde in ein kostbares Behältnis gegeben, um seine Bedeutung allen Gläubigen vor Augen zu führen. Dieses Behältnis wird als Reliquiar bezeichnet. Meist wird allgemein nur vom Magnusstab gesprochen, ohne zwischen der Reliquie und dem Reliquiar zu unterscheiden. Die Reliquie kam wohl im Mittelalter in die Klosterkirche. Doch das Reliquiar erhielt seine heutige silbern-vergoldete Form erst in der Barockzeit. Danach wurde es noch mehrfach umgearbeitet, zuletzt durch den Augsburger Goldschmied Georg Ignaz Baur (1727–1790). Regelmäßig gab Schussenried die Reliquie zur Segenspendung in befreundete Klöster, beispielsweise nach Zwiefalten.

Deckenfresko im Seitenschiff der Kirche von Kloster Schussenried; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Ortsverwaltung Schussenried

Fresko des heiligen Magnus in der Klosterkirche.

AUS DEM LEBEN DES HEILIGEN MAGNUS

„Sankt Mang“ heißt der heilige Magnus in Oberschwaben. Sicher ist nur, dass er im frühen Mittelalter gelebt hat. Vermutlich war er ein einheimischer Einsiedler in der Gegend von Füssen, der an einem 6. September gestorben ist. Seine Wirkung als Heiliger und Wundertäter überdauerte mehr als tausend Jahre. In Schussenried ist das „Mangenfest“, das am dritten Wochenende im September gefeiert wird, nach wie vor ein großes Ereignis.

Mit seinem Stab tat der heilige Magnus Wunder, die im Deckenfresko des Seitenschiffs der Kirche festgehalten sind.

TIPP

Hinweise auf den heiligen Magnus finden Sie in der Klosterkirche: Hier zeigt das Deckenfresko im nördlichen Seitenschiff Szenen aus seinem Leben. Den Magnusstab können Sie im Kirchenmuseum besichtigen – Achtung: nicht zu verwechseln mit dem Klostermuseum im Neuen Konvent!

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